Die Rotach

Gewässerwart: Ingo Wagenseil
Im Rotachbogen; 88048  FN
Tel.:01714576120

Email an Gewässerwart:

 Gewässerkarteninfos

Bildershow   unserer Rotachstrecke

DOWNLOAD   Gewässerordnung.pdf

 Rotachhochwasser 2008

Problematik der Durchgängigkeit an der Rotach

  Hochwasserschäden 2008

  Bilder Winter 2011

Vorbereitung  Umgehungsgerinne am Zellerwehr

   Hochwasser 2010

 

Bau des  Umgehungsgerinne am Hammerstattwehr

 


Die Rotach ist ein kleines Fliessgewässer im südlichen Oberschwaben. Sie entsteht bei Wilhelmsdorf im Landkreis Ravensburg und entwässert das Pfrunger Ried nach Süden. Sie durchfließt u. a. den Harttobel bei Horgenzell und die Gemeinde Oberteuringen, bis sie schließlich nach Friedrichshafen fliesst, wo sie östlich des Stadtkerns in den Bodensee mündet. Ihr Einzugsgebiet beträgt ca. 130 km². 
Mit einer durchschnittlichen Breite von 3,8m führt sie im Sommer bei längeren Trockenperioden wenig Wasser, wobei sich der Fischbestand in die tiefen Gumpen und Unterstände zurückzieht. Dagegen schwillt der Wasserstand bei starken Regenfällen oft sehr schnell an. Man sieht, es kommt zu einem wechselhaften Kontrast bei der Wassermenge.

Der ASV Friedrichshafen bewirtschaftet derzeit ca.8 Km Fliesstrecke. Die obere Grenze ist mit der Brücke in Unterteuringen (Steurerbrücke) festgelegt, während sich die untere Grenze auf Höhe unseres Vereinsheimes gegenüber der Vogelsangstrasse befindet. Beeindruckend ist die nach wie vor große Artenvielfalt in der Rotach. Im unteren Teil der Rotach fühlen sich Nasen, Döbel, Haseln, Schmerlen, Bachforellen, Barben und Strömer wohl. Gelegentlich kann man sogar Karpfen, Brachsen, Barsche, Aale und Trüschen (Aalrutte, Aalquappe) im Wasser sehen und auch fangen. In der  mittleren und oberen  Gewässerregion scheint es besonders den Äschen, Bachforellen, Seesaiblingen, Mühlkoppen und Flußkrebsen sehr gut zu gefallen.

Die Rotach wurde auch durch die Arbeitsgruppe Seeforelle bekannt. Unser damaliges Vorstandsmitglied Peter Foss hat es sich mit einigen Mitgliedern des Vereins zur Aufgabe gemacht, die natürlichen Seeforellenlaichgebiete zugänglich zu machen um so den Bestand der Seeforellen anzuheben und zu sichern. Die ersten Erfolge haben sich mit dem Bau des Umgehungsgerinnes am Rundelwehr (siehe Bildershow) schon eingestellt. Es bleibt aber noch einige Arbeit um unser Ziel, die Durchgängigkeit der Rotach, umzusetzen.
Mit diesem Seeforellenprojekt hat der ASV Friedrichshafen dabei sehr eng mit der Fischbrutanstalt und der Besatzkommission Langenargen zusammengearbeitet. In der Seeforellenlaichzeit werden die aufsteigenden Muttertiere elektrisch abgefischt um in der Fischbrutanstalt ihrem Laich abzustreifen. In den Rundstrombecken werden die kleinen Seeforellen bis auf eine Größe von ca. 4-6cm herangezogen um Sie dann wieder in die nahrungsreichen Nebenbäche der Rotach einzusetzen. Durch die Geschmacksprägung der kleinen Seeforellen wird erreicht, dass die geschlechtsreifen Tiere wieder in ihr "Geburtsgewässer" abwandern um sich fortzupflanzen. Es ist dabei derselbe Urinstinkt der Seeforellen, welche sich auch beim Lachs wieder findet. An dieser Stelle unser herzlicher Dank an den 1. Vorsitzender der Besatzkommission Andreas Göppinger und an den Leiter der Fischbrutanstalt Eckart Dossow. Macht weiter so!!!!
Es ist dadurch auch ersichtlich, warum die Durchgängigkeit der Rotach immer noch oberstes Ziel bleiben muß. Der freie Durchgang zu den natürlichen Laichplätzen. Wir hoffen immer noch, dass eines Tages die Elektrofischerei überflüssig wird und die natürliche Fortpflanzung funktioniert.
Zur Zeit wird die Rotach noch mit Bachforellen und Äschen besetzt, um das Gewässer attraktiv für unsere Mitglieder zu halten. Regenbogenforellen werden in unseren Gewässern generell nicht eingesetzt. Unsere Jugendgruppe sorgt mit Arbeitseinätzen für die Sauberkeit des Gewässers und der Ufer. An dieser Stelle vielen Dank an die "Nachwuchsfischer" und besonders deren Betreuern.

In der Rotach darf ab dem 1. März bis Ende Dezember geangelt werden. Dabei sind die Schonzeiten und Schonmaße gemäss der Gewässerordnung zwingend einzuhalten. Voraussetzung ist natürlich eine gültige Gewässerkarte und ein gültiger Jahresfischereischein. Es darf 2 mal pro Woche an der Rotach gefischt werden, wobei bei Antritt dies in der Gewässerkarte einzutragen ist. Es sind neben Kunstködern auch natürliche Köder gestattet. Einige Mitglieder betreiben auch die Fliegenfischeri an der Rotach, wobei dies geübten Werfern vorenthalten ist. Versuchen darf es natürlich jeder Gewässerkarteninhaber.

Falls ihr noch Fragen zur Rotach habt, meldet Euch bei unserem 1. Gewässerwart Ingo Wagenseil.
Die Kontaktadresse und Telefonnummer findet ihr oben.