Gewässernachbarschaftstag Bodenseekreis+RV am 24.05.2007

Am Donnerstag, de 24.05.2007 wurden Max Rupp und Jürgen Bernhardt vom RP Tübingen zum Gewässernachbarschaftstag des Bodenseekreises und des Kreises Ravensburg eingeladen. Eingeladen hatte Herr Dr Heinz Strehle, welcher für den Landkreis Ravensburg für die Fliessgewässer zuständig ist. Sein Pendant aus dem Bodenseekreis Frau Julie Reichart war natürlich auch zugegen.
Anlass für das Treffen war die
Verlegung eines Schussenabschnittes, der nun besichtigt werden konnte. Die Zuständigen der Landrats- und Bauämter erklärten ihre Beweggründe und Massnahmen bei der Durchführung. Natürlich sind solche Verlegungen nicht im Sinne der Fischerei und besonders der Fischerverein Ravensburg hatte sich sehr stark in die Planung miteinbringen können. Leider mussten wir uns von den Aktivisten des ASV Ravensburg überzeugen lassen, dass die fischereilichen Belange eben nicht so umgesetzt wurden wie es gemeinsam besprochen wurde.
Einen Grundsatz konnten Max und Jürgen an diesem Tag mitnehmen: Prio 1 hat der Hochwasserschutz und die Landwirtschaft. Wie so oft ist die Fischerei und besonders die Gewässerökologie im zweiten oder dritten Glied. Wir wollen die Leistungen nicht schmälern, aber man hätte einiges besser machen können. Dies hat Dr. Werner Baur eindrucksvoll in einem Vortrag den Anwesenden mit auf den Weg gegeben.
Aktivisten seiner Art bräuchten wir mehr. Rote Hälse und etwas höherer Blutdruck war bei einigen Verantwortlichen zu erkennen.
Legendär sein Abschlussplädoyer: "Falls ich jemanden nicht beleidigt haben sollte, war das nicht beabsichtigt".
Doch man muß anführen, das aufgrund der Aktionen von den Ravensburgern Fischern und Werner Baur einige Sachen nachgebessert werden. Was wieder vermisst wurde: Alle Seiten hatten bei der Planung ihre Belange eigentlich  zur Zufriedenheit vertreten gesehen, die Umsetzung sah leider wieder anders aus:
Man sieht, es geht nur gemeinsam!!!  Ist denn das so schwer meine Damen und Herren??
Fazit: Der Tag Urlaub war gut angelegt, weil man sich mit den hohen Verantwortlichen unterhalten und austauschen konnte.
Die Fischereivereine waren leider wieder unterdurchschnittlich vertreten.

 

Treffpunkt:
Fußgängerbrücke in Weissenau.
Beginn der Schussenvelegung:
Auf der linken Seite wurde alles abgeholzt.
Hier wird die Bundesstrasse mal langgehen.

 

 

Direkt vorort  Wasserentnahmen.
Ebenfalls Diskussionsstoff!!
Der Puls von Max steigt!!!
Die Pumpen, seine Intimfeinde!!!
Er kennt die Problematik von unserer Rotach

 

Erdbeerfelder, wohin das Auge reicht.
Die Fische immer mehr im Trockenen,
die Erdbeeren habens feucht!!!

 

Die Schussen im neuen Flussbett!
Keine Schatten, keine Unterstände,
dafür hochwassersicher!!
Wo ist der Umweltschutz hier?
Links hinten der ursprüngliche
Verlauf der Schussen

 

 Die Schussen im neuen Flussbett!

 

 Zu erkennen:
Der Hochwasserdamm,
links der alte Schussenabschnitt.
Dieser wird komplett wegen des Strassenneubaus aufgeschüttet.
Die großen Weiden wurden leider nicht an die neue Strecke nicht umgesetzt.
Die gesetzten Stecken bringen leider
auch noch nichts.

 

Der Hochwasserdamm,
links der alte Schussenabschnitt.
 

 

Der neue Verlauf vom Damm aus gesehen.

 

Max wendet sich mit Grausen ab!!
Links Dr. Heinz Strehle, an den Meinungen der Fischer und Ökologen sehr interessiert!!
Prima, Lob und weiter so!!

 

Blick zurück auf die Weissenauer Brücke!

 

Voller Stolz wurden uns die Kiesbänke präsentiert!
Ideal für Fischreiher und wahrscheinlich nach dem ersten Hochwasser verschwunden.

 

 Einlauf eines Regenauffangbeckens!!
Sieht jetzt schon übel aus.

 

Oberer Teil des Ablauf eines Regenauffangbeckens!!

 

Einmündung eines Nebenarms!
Der Seitenarm ist gedacht für Amphibien.

 

Charakteristik der Bregenzer Ach!
Es ist aber leider die Schussen.
Die Breite des Flusse wurde verdoppelt.
Die Folge ist eine geringere Tiefe
und langsamere Fliessgeschwindigkeit.
Schauen wir, wie es sich auswirkt.
 

 

Die Haltung von Max sagt alles!!
Resignation und Kopfschütteln.
Horst Kiderlen vom Kreisfischereiverein Ravensburg bemerkte:
"Ich habe lernen müssen, was Ohnmacht bedeutet"

 

 Blick zurück:
Die gepflanzten Weidenstecken
nicht zu erkennen.
Im Altlauf wären Weiden in Massen
verfügbar gewesen.
Von den Fischern vorgeschlagen,
ungehört + ignoriert!

Sinnvoll eingebracht, wäre das eine
der wenigen guten Ansätze.
Totholzeinbringung ist unerlässlich!

Werner Baur und Heinz Strehle
rüsten sich für ihre Vorträge!!

Werner Baur in seinem Element!!!
Totholzeinbringung, Lebendbefestigungen,
natürlicher Flussverlauf!!
Er hat ja so recht, der gute Werner.
Sein Schlussappell:
Die Natur macht alles richtig,
lasst die Fliessgewässer machen was sie wollen:
Sein Vortrag war erste Sahne,
Werner mach weiter so!!
Er wird oft attackiert, das zeigt uns Fischer wie recht er hat und wie wichtig er für uns ist.
Denn die Fischerei und Gewässerökologie steht bisher im Schatten anderer Interessen.

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